changes

Es ist anders ohne dich. Leer ohne dich.
Und das wollte ich so.

Ich wollte mich allein, in meiner Wohnung, 
ich wollte mein Bett, mit meinem Duft an meiner Bettdecke.
Ich wollte meine Tasse in meinem Vitrinenschrank,
ich wollte meine Kleidung auf dem Boden vor meiner Couch. 

Ich wollte Luft, ich wollte Platz,
ich wollte ich selbst sein.

Und jetzt ertappe ich mich dabei, wie ich durch meine Wohnung laufend Erinnerungen an dich suche. Und ich suche und versuche sie zu fassen.
Als wären es zarte, leichte Schneeflocken, die man 
fangen, konservieren, bewundern könnte. 
Dabei völlig vergessend, dass jede noch so wunderschöne Schneeflocke irgendwann 
schmilzt, zerfällt, verschwindet. 

Und jetzt steh ich in meinem Hausflur, der von eisiger Januarkälte durchflutet die Kälte widerspiegelt, die wir füreinander empfinden sollten. 
Sehe dich vor meinen mit Tränen gefüllten Augen vor mir stehend, deine Tasse in deiner Hand haltend. 

Ich sitze an meinem Esstisch, der noch nie so schön mit Kerzen und Lichterketten beleuchtet und von Leben umgeben war, als an dem Tag, an dem du das erste Mal hier warst.
Sehe dich vor meinen mit Tränen gefüllten Augen vor mir sitzend, meine Hand in deiner Hand haltend.

Ich liege in meinem Bett, ein kleines bisschen mehr auf deiner Seite, ein kleines bisschen verloren unter der zu großen Bettdecke, und frage mich ob es nicht etwas zu groß für mich ist, seit du nicht mehr darin liegst.
Sehe dich vor meinen mit Tränen gefüllten Augen neben mir liegend, mein Gesicht in deiner Hand haltend. 

Es ist anders ohne dich. Leer ohne dich.
Und das wollte ich so.

Und mit jedem Vibrieren und jedem Aufleuchten meines Handydisplays hoffe ich,
dass die Nachricht von dir ist. 

Doch das ist sie nicht.


- celine s.

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